Eine Zugfahrt von Köln nach Berlin ist lang, daher kommt hier schon der zweite Teil des Artikels zur Leadgenerierung über AdWords.
5. Die richtige Optik
Wie bei allen anderen Punkten zuvor ist auch bei der Optik im ersten Schritt die Zielgruppe entscheidend. Denn schließlich muss sich die Zielgruppe nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch von der Seite angesprochen fühlen. Das Layout einer Landingpage zur Leadgenerierung muss dabei mehrere Faktoren erfüllen:
- Einfachheit: Nur eine gut strukturierte und leicht verständliche Seite führt zum Erfolg. Dabei kann ruhig die Schönheit der Seite in zweiter Reihe stehen. Denn eine durchgestylte, mit Flash verzierte Seite, ist nicht zwangsläufig eine bessere.
- Zielführung: Sie müssen den Nutzer durch die Seite führen. Nutzen Sie dazu die Erkenntnisse von Heatmaps und Blickverlaufsstudien um dem Leser die wichtigsten Elemente Ihrer Seite zu präsentieren.
- Vertrauen: Der Nutzer muss Ihre Seite als vertrauenswürdig einstufen, denn sonst lässt er mit Sicherheit keine Daten bei Ihnen. Um das zu erreichen, sollten Sie sowohl darauf achten, Ihre Seite nicht optisch zu überfrachten, noch zu werblich zu sein. Beweisen Sie Ihre Kompetenz und unterstützen Sie diese durch Elemente wie Sicherheitszertifikaten.
- Datenschutz: Das Thema Datenschutz ist wichtig! Denn Nutzer sind sensibler geworden und möchten wissen, wo sie ihre Daten abgeben. Insbesondere B2B Kunden haben da ein feines Gespür entwickelt. Weisen Sie also auf Ihre Datenschutz-Bestimmungen hin und gestalten Sie das Adress-Formular so klar und einfach wie möglich.
6. Welche Daten wollen Sie, welche dürfen Sie und welche kriegen Sie?
Wie schon bei der Seitengestaltung angesprochen, ist das Thema Datenschutz nicht unproblematisch bei der Leadgenerierung. Grundsätzlich gilt in Deutschland das Gebot der Datensparsamkeit. Das heißt, Sie dürfen nur Daten als Pflichtfeld abfragen, die Sie auch wirklich benötigen. Für die Zusendung eines E-Mail-Newsletters auf die Angabe des Geburtsdatums zu bestehen, ist somit unzulässig.
Parallel zu dieser rechtlichen Vorgabe ist es meine Erfahrung, dass es die Conversion-Rate massiv erhöht, wenn Sie dem Nutzer die Datenabgabe so einfach wie möglich gestalten, ihm also so wenige Felder wie möglich anbieten. Fragen Sie lieber im ersten Schritt nur die notwendigen Daten ab und fragen Sie die optionalen auf einer zweiten Seite nach dem absenden der Pflichfelder ab. Psychologisch haben Sie den Vorteil, dass Sie bereits das Vertrauen haben (sonst hätten sie die ersten Daten nicht bekommen) und der Nutzer ist in einer „Ja-Kette“. Die Bereitschaft für die Abgabe weiterer Information ist in dieser größer.
Da Sie die Daten ja nicht nur zum Auffüllen Ihrer Datenbank nutzen wollen, müssen Sie auch auf die notwendige Erlaubnis zur Nutzung für werbliche Zwecke achten. Hierbei ist es wichtig, dass Sie auch die Novellierung des BDSG dieses Jahr berücksichtigen. Einen Leitfaden dazu, was Sie dürfen und was nicht, finden Sie hier.
In Kürze gibt es hier dann auch einen Artikel dazu, wie Sie die gewonnenen Leads effektiv nutzen können und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

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